26. Oktober 2019

Bericht: Konferenz „Wirtschaft im Wandel“

WIRTSCHAFT IM WANDEL -WIE POLITIK DIE GROSSEN ZUKUNFTSTRENDS GESTALTEN KANN

Auf der Gemeinsamen Konferenz von Oliver Krischer MdB, Katharina Dröge MdB und der GRÜNEN Fraktion im LVR wurde intensiv über eine mögliche Gestaltung des Strukturwandels im Rheinischen Revier und die Formulierung eines gemeinsamen Narratives für die Region diskutiert.

Prof. Südekum erläuterte in seiner Key Note, dass es in Nordrhein-Westfalen bereits sehr gute Erfahrung mit der Bewältigung eines Strukturwandels durch das Ende der Steinkohleförderung im Ruhrgebiet gäbe. Anders als in anderen Regionen der Welt, z.B. dem Rust Belt in den USA oder den Midlands im Vereinigten Königreich, sei im Ruhrgebiet der Strukturwandel erfolgreich gestaltet worden. Wichtig sei es nun, als Region ein gemeinsames Narrativ zu entwickeln, das wiederspiegelt, in welche Richtung sich die Region gemeinsam entwickeln wolle.

Alexandra Landsberg, Wirtschaftsministerium NRW, stellte dar, welche Prozesse nun das Land NRW entwickelt hat, um den Strukturwandel in der Region zu begleiten und die durch den Bund zugesagten Fördermittel in Projekte in der Region fließen zu lassen. Reimar Molitor, Region Köln/Bonn e.V., ergänzte, dass viele Akteure in der Region sich bereits seit einiger Zeit mit dem Thema Strukturwandel auseinandersetzen würden und bereits vor Ort Ideen entwickelt worden seien, um den Strukturwandel in der Region mit zu gestalten. Reiner Priggen, Landesverband Erneuerbaren Energie NRW und ehem. Mitglied der Kohlekommission, hob hervor, dass Erneuerbare Energien und eine klimafreundliche Mobilität in der Region zentrale Punkte für den Strukturwandel sein müssen. Gleichzeitig kritisierte, dass die nun vorgelegten Vorschläge der Bundesregierung bisher diese zentralen Punkte noch nicht aufgreifen.

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, wie wichtig eine gemeinsame Vision und damit verbunden ein Gesamtkonzept für die Region im Rahmen des Strukturwandelprozesses ist. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass das Ziel, als Region bis 2050 klimaneutral zu werden und damit verbundene Vorzeigeprojekte anzustoßen, gemeinsam formuliert werden sollte.

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