23. April 2019

Ärgernis Anbieterwechsel

 

Nach wie vor gibt es viele Beschwerden von Verbrauchern bei der Bundesnetzagentur, wenn sie durch einen Anbieterwechsel ohne Telefon und Internet sind. Die jährlich rund 3000 gemeldeten Fälle, die die Bundesregierung in ihrer Antwort einräumt, sind vermutlich nur die Spitze des Eisberges.

Jeder kennt aus seinem Bekanntenkreis mindestens eine Geschichte, dass Anschlüsse mehrere Tage unterbrochen waren. Ein Anbieterwechsel bleibt weiterhin häufig ein Ärgernis. Das läuft so seit Jahren, ohne dass eine entscheidende Besserung in Sicht wäre. Lange hat sich die Bundesregierung damit aus ihrem Nichtstun herausgeredet, dass die Firmen an vollautomatisierten Übergabeprozessen arbeiten. Da die Beschwerdezahlen nicht sinken, ist die Bundesregierung mit diesem Ansatz eindeutig gescheitert.

Darum ist es jetzt an der Zeit, die Firmen in die Pflicht zu nehmen und im Telekommunikationsgesetz eine Entschädigung für betroffene Kunden zu verankern. Pro Tag ohne funktionierendes Telefon und Internet müssen die Firmen 100 €  an die Kunden zahlen. Dieser Betrag dürfte den notwendigen wirtschaftlichen Druck ausüben, so dass die Übergabeprozesse besser koordiniert und mehr Techniker eingestellt werden.

Ein ähnliches Modell wurde in England eingeführt. Hier sind aber die Bußgelder mit 5 bis 28 Euro eher zu niedrig angesetzt, um zu wirken. (siehe https://winfuture.de/news,100505.html)

Die Antwort auf meine schriftliche Frage an die Bundesregierung findet sich hier.

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