11. Januar 2019

Ressourcenverschwendung durch 1- und 2-Cent-Münzen beenden

 

Es ist eine große Verschwendung an Geld, Metallen und Energie. Jedes Jahr prägt die Bundesbank fast eine Milliarde 1- und 2-Cent-Münzen, wie uns die Bundesregierung in ihrer Antwort auf zwei schriftliche Fragen mitteilt. Nach wenigen Jahren sind diese wieder komplett in irgendwelchen Schubladen verschwunden und stehen im Zahlungsverkehr nicht mehr zur Verfügung. So werden jedes Jahr rund 50 Millionen Euro an Prägekosten aus dem Fenster geworfen. Es schmälert ebenfalls den Gewinn der Bundesbank, der in den Bundeshaushalt überwiesen wird.

Dabei sind die 1 und 2 Cent Münzen komplett überflüssig und hauptsächlich ein Ärgernis in der Geldbörse. Eine Alternative: Der Handel könnte nur noch abgerundete Preise auszeichnen (mit einer 0 oder 5 als letzte Stelle). Der Drogeriemarkt rundet schon seit längerem die Preise auf 5 und 0 Cent ab. Das wird in Holland bereits erfolgreich praktiziert. Auch in Finnland und Irland prägt die dortige Zentralbank keine 1- und 2-Cent-Münzen mehr. Diesem Beispiel sollte sich die deutsche Bundesbank anschließen.

Die Zahlen im Detail:

Rrund 1 Mrd. 1- und 2-Cent-Münzen prägte die Bundesbank in 2018. Die Herstellung einer 1 Cent Münze kostet gut 1,65 Cent, die zwei Cent Münze dürfte geringfügig teurer sein. Die Bundesbank hat also jährlich für rund 20 Millionen € Münzen gedruckt (wie jedes Jahr), die zeitnah wieder in den Schubladen verschwinden.

Hier gibt es die Antworten als PDF:

Schriftliche Frage 1

Schriftliche Frage 2

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