1. Dezember 2018

schneller Ausbau der Bahnstrecke Aachen – Düren nicht geplant

 

Trotz massiv steigender Fahrgastzahlen will die Bundesregierung auf der Bahnstrecke zwischen Aachen und Köln keine weiteren Ausbaumaßnahmen treffen. Dies ist aus einer Antwort des Verkehrsministeriums auf unsere Kleine Anfrage zu entnehmen. Die Strecke wird nicht als überlastet erklärt*, wodurch die Bahn nicht gezwungen ist, für Entlastung auf den betroffenen Strecken zu sorgen. Die im Rahmen des Deutschlandtaktes geplanten Maßnahmen zum Ausbau der Bahnstrecke Aachen –Düren –Köln verzögern sich mittlerweile weiter, bis der Zielfahrplan für den Deutschland-Takt abschließend beraten ist. Hier wird sich jedoch vor 2030, dem Zieldatum für die Umsetzung des Deutschlandtaktes, nicht viel tun.

Ein leistungsfähiger Schienenverkehr zwischen Aachen und Düren ist für die Bundesregierung nicht prioritär. Maßnahmen zur Verbesserung des Schienenverkehrs im Raum Aachen, wie z.B. die IHK sie vorschlägt, wurden bislang trotz gegenteiliger Zusagen weder geprüft, noch berücksichtig.

Unterdessen sind die Züge zwischen Köln und Berlin so voll, dass extra-lange Züge genutzt werden müssen. Das wiederum führt dazu, dass in einigen Bahnhöfen nicht alle Fahrgäste aussteigen können –  wenn es nach der Bundesregierung geht, bleibt das vorerst auch so.

*Nach Informationen des DVF sind die Verkehrsmengen auf der Grundlage von veralteten Zahlen ermittelt worden, gerade beim Güterverkehr. Die Zahlen sind eigentlich viel höher, entsprechend müsste der Ausbaubedarf der Bahnstrecke angepasst werden. Das BMVI hat diese Anpassung mit Blick auf die Antwort auf unsere Anfrage allerdings bislang nicht vorgenommen.

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