24. August 2018

Kandidat für Städteregion Aachen

 

Am Freitag, 24. August 2018, hat der Grüne Kreisvorstand mich als Kandidaten für die Städteregionsratswahl im November aufgestellt und wird der grünen Basis empfehlen, mich am 6. September auf der Kreismitgliederversammlung aufzustellen. Neben dem Einsatz für eine schnelle Abschaltung von Tihange will ich als Städteregionsrat weitere Impulse in der Umwelt- und Wirtschaftspolitik, in der Mobilität und der Sozialpolitik setzen.

Motiviert zur Kandidatur hat mich die Zukunft der Region. Die Aussage der SPD-Kandidatin, sie wolle die „Panik-Strategie“ der StädteRegion in Sachen Tihange beenden, war für mich empörend. Außerdem hat mich schockiert, wie Repräsentanten von CDU und SPD im Zweckverband Region Aachen eben mal Klimaschutz und Kohleausstieg als Teufelswerk für die Region brandmarkten. Da dachte ich, das kann doch nicht das Bild sein, das eine der zukunftsgewandtesten Technologieregionen Deutschland im Jahr 2018 vermittelt.

Mit ihrer dichten Hochschullandschaft ist die Region für den Strukturwandel bereits gut aufgestellt. Gerade durch Streetscooter und eGo entstehen neue Arbeitsplätze. Diese Erfolgsthemen der Region möchte ich weiter unterstützen. Intelligente Elektromobilität muss zum Markenzeichen der Region werden.

Kampf für den Klimaschutz und saubere Luft

Statt Kohle und Atom würde ich in den nächsten zehn Jahren gerne jedes Dach in der Städteregion zu einem „Solarkraftwerk“ machen und damit die Energiewende in der Region weiter vorantreiben. Zudem ist es jetzt auch an der Zeit, die nächsten Schritte bei der Verkehrswende zu machen. Die Euregiobahn und der gesamte öffentliche Personen Nahverkehr ist ein Erfolg Grüner Politik in den letzten 30 Jahren. Jetzt gilt es mit einem Konzept „Euregiobahn 2.0“ Takt und Netz zu verdichten und weitere Orte in der Region anzuschließen. Damit noch mehr Menschen den ÖPNV nutzen soll auch die Städteregion Aachen ein „1-Euro-Ticket“ bekommen. Natürlich braucht es dazu wie in Bonn die Unterstützung des Bundes, die aber durch die Abschaffung des Diesel- und des Dienstwagenprivilegs leicht zu leisten wäre. Zusammen mit den schon geplanten Radschnellwegen und Radvorrangrouten aus dem Umland zu den Hauptarbeitsplätzen könnte damit der tägliche Stau und Stress abgebaut, die Luft verbessert und die Städte lebenswerter werden. Dafür müssen wir kämpfen.

Preiswerten Wohnraum und Teilhabe schaffen

Wollen wir, dass unsere Region lebenswert bleibt, braucht es auch im sozialen Bereich verstärkte Aktivitäten. Vor allem bezahlbarer Wohnraum ist knapp. Unsere Entscheidung im Städteregionstag, Erlöse aus dem Verkauf von RWE Aktien in den Wohnungsbau zu investieren, sind erste Schritte für eine aktive Wohnungspolitik. Dieses Engagement müssen wir mit allen Kommunen und Wohnungsbaugesellschaften in unserer Region fortsetzen.

Ein soziales und demokratisches Miteinander in unserer Region setze ebenfalls voraus, dass alle die Möglichkeit zur Teilhabe haben. Mit dem kommunalen Beschäftigungsprogramm, das auf unsere Initiative in den vergangenen Monaten in der StädteRegion auf den Weg gebracht wurde, möchten wir für Langzeitarbeitslose sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen schaffen.

Kampf gegen das Artensterben

Persönlich liegt mir auch am Herzen, etwas gegen das Artensterben zu tun. Frühere „Allerweltsarten“ wie Kuckuck oder Kiebitz stehen in der Aachener Region vor dem Aussterben. Mit der Ausweisung des Nationalparks Eifel und der Schaffung vieler Schutzgebiete und –Projekte, wie sie z.B. durch die Biologischen Stationen betreut und durchgeführt werden, haben wir schon viel geschafft. Die StädteRegion muss es aber viel mehr noch als heute als ihre vorrangige Aufgabe begreifen, die Schätze unserer heimischen Natur zu erhalten. Dazu gehört auch die Stärkung des Vertragsnaturschutzes in der Landwirtschaft.

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