22. August 2018

RWE will im Hambacher Forst Fakten schaffen

 

In Berlin verhandelt die Kohlekommission über den Ausstieg aus der Kohle, aber im Rheinischen Revier will RWE unwiederbringlich Fakten schaffen. Der Konzern behauptet, wenn diesen Herbst der verbliebene Rest Hambacher Wald nicht gerodet wird, müsse der Tagebau stillgelegt werden.

Genau das hatte RWE auch schon letztes Jahr behauptet, aber obwohl das Gericht die Rodungen stoppte, lief der Tagebau weiter. RWE versucht mit der gleichen, schon letztes Jahr falschen Behauptung, die Rodungen politisch durchzudrücken. Es ist klar worum es dem Konzern in Wahrheit geht: Der Wald soll so schnell wie möglich weg, damit es neben dem Klimaschutz kein weiteres Argument gibt, den Tagebau Hambach zu verkleinern.

Die Kohlekommission kann nicht ernsthaft nach Lösungen suchen, wenn im Hambacher Wald gleichzeitig unter massiven Polizeischutz Jahrhunderte alte Eichen fallen. Wenn die Bundesregierung die Arbeit der Kohlekommission ernst nimmt, dann muss sie dafür sorgen, dass im Hambacher Wald die Kettensägen aus bleiben. Es kann doch nicht sein, das der Wald gerodet, aber die darunter liegende Kohle am Ende gar nicht mehr abgebaut wird. Ein Kohlekonzern, der im Rheinland für seine Tagebau Flüsse, Dörfer und Autobahnen wie Spielzeug verlegt, ist auch in der Lage so zu baggern, dass der Rest des Hambacher Waldes erhalten werden kann.

Darum habe ich zusammen mit dem Fraktionsvorsitzenden Anton Hofreiter einen Brief an die Bundesministe Altmaier und Schulze geschrieben. Sie müssen dafür sorgen, dass im Hambacher Forst keine Bäume fallen, solange die Kohlekommission tagt.

Hier gibt es den Brief als PDF.

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