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Bergbau-Film "Wer anderen eine Grube gräbt …"
Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat den Dokumentarfilm "Wer anderen eine Grube gräbt …" zu den verheerenden Folgen des deutschen Bergrechts für Mensch und Umwelt produzieren lassen. Den kompletten Film finden sie hier:Flash ist Pflicht!
Der Film "Wer anderen eine Grube gräbt ." veranschaulicht die abstrakte, juristische Tatsache mit bewegenden Bildern und O-Tönen betroffener Menschen aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands: Im sächsischen Heuersdorf schildert der Ortsvorsteher den vergeblichen Kampf der Bewohner gegen den Braunkohle-Tagebau. In der brandenburgischen Lausitz wehren sich Bürger gegen die Zerstörung ihrer Orte für eine geplante Tagebauerweiterung. Im Erzgebirge berichtet der Sprecher des Netzwerks gegen Gesteinsabbau über Lärm und Sprengungserschütterungen, Staub- und Verkehrsbelastungen. Und im saarländischen Fürstenhausen kämpfen Bürger um ihre finanzielle Existenz, weil ihre Häuser durch den Steinkohle-Bergbau und Bergbeben schwere Schäden erlitten haben.
Aufsehenerregende juristische Auseinandersetzungen um den Erhalt von Dörfern sind mit dem Bundesberggesetz verbunden: Horno, Heuersdorf, Garzweiler und Lacoma stehen für den Widerstand gegen den Abbau von Braunkohle. Neue Auseinandersetzungen stehen bevor. Das Gesetz greift in vielfältige Bereiche ein: bei Bohrvorhaben in Nord- und Ostsee, bei der Lagerung von Atommüll, beim Abbau von Erzen, Granit, Basalt, Lava, Kali und Kies. Und es regelt Schadensfragen wie im Ruhrgebiet oder im saarländischen Steinkohlebergbau lange über die Vorhaben hinaus. Allzu häufig ziehen die Betroffenen den Kürzeren und die Abbau-Unternehmen bekommen Recht. Kritiker gehen soweit zu behaupten: "Bergrecht bricht Grundrecht!" Das darf so nicht bleiben! Dieser Film analysiert die Ursachen, zeigt aber auch Wege aus der Rechtlosigkeit heraus.
Die Berliner Filmemacher Holger Lauinger & Daniel Kunle haben im Auftrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, den Film: "Wer anderen eine Grube gräbt…" produziert. Nicht nur für Betroffene, sondern auch als Impuls für eine dringend notwendige politische Diskussion. Die Bundestagsfraktion zeigte den Film im Rahmen einer Infotour durch mehrere Bundesländer vor etlichen tausend Zuschauern. Im Juli wurde der Film beim Formula Mundi Film-Festival im Bereich Dokumentarfilm ausgezeichnet.









