6. Mai 2017

Kükenschreddern geht weiter – Bundesregierung hat immernoch keine Lösung

Auf Opens external link in new windowAnfrage der Grünen bestätigt die Bundesregierung, dass das millionenfache Töten männlicher Küken weiter gängige Praxis ist. Allein 2016 wurden 44,1 Millionen männliche Küken geschreddert. Sie sind Nachkommen von Legehennen, die auf Höchstleistungen gezüchteten wurden. Die männlichen Küken können naturgemäß nicht zur Eierproduktion verwendet werden und setzen als Masthähnchen zu wenig Fleischmasse an. Daher werden sie aus ökonomischen Gründen kurz nach dem Schlüpfen getötet. Dies ist eine Missachtung des Tierschutzes aus rein wirtschaftlichen Gründen und muss endlich aufhören.

In den vergangenen zehn Jahren wurden in Deutschland so über 420 Millionen männliche Küken getötet. Seit zwei Jahren verspricht Schmidt, das Töten zu stoppen. Doch die bisher angekündigten Termine werden immer wieder verschoben. Und obwohl Landwirtschaftsminister Schmidt ankündigte, dass Ende 2016 mit dem Kükenschreddern Schluss sein soll, ist nichts passiert.

Wir fordern die Bundesregierung auf, Forschungsprogramme zu fokussieren und noch weiter zu intensivieren, die die Züchtung eines Zweinutzungshuhns vorantreiben, bei dem die weiblichen Tiere eine gute Legeleistung zeigen und die männlichen Tiere schnell Fleisch ansetzen. Außerdem brauchen wir endlich die Entwicklung praxistauglicher Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Ei für eine flächendeckende Anwendung in Brütereien. Dazu müssen Förderprogramme aufgelegt werden, um kleinen und mittelständischen Brütereien die Investition in technische Anlagen zur Geschlechter-Früherkennung im Ei zu erleichtern.

Die Grüne Bundestagsfraktion hatte dazu 2016 auch einen Antrag in den Bundestag eingebracht, welcher sich Opens external link in new windowHIER findet.

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