26. Oktober 2016

Energiewende vorantreiben – Kosten fair verteilen


Vor wenigen Tagen wurde die neue EEG-Umlage bekanntgegeben. Sie wird im kommenden Jahr von heute 6,35 auf 6,88 ct/kWh steigen. Grund ist vor allem der niedrige Börsenstrompreis, verursacht durch die Erneuerbaren Energien. EEG-Anlagenbetreiber erhalten aus dem EEG-Konto die Differenz zwischen Börsenpreis und gesetzlicher Vergütung. Je niedriger der Börsenpreis, desto höher der Teil, der über die EEG-Umlage finanziert werden muss. Die EEG-Umlage ist aber kein Indikator für die Kosten der Energiewende, schon weil sie die Senkung des Börsenstrompreises durch den Ökostrom ausblendet. Die reinen Stromerzeugungskosten werden in der Summe günstiger. Wir fordern deshalb, dass die sinkenden Beschaffungspreise endlich an die Stromkunden weitergegeben werden. Die Verteilung der Energiekosten ist ungerecht, da wegen der Industrieausnahmen Privathaushalte und Mittelstand fast die ganzen EEG-Kosten zahlen. Wenn Versorger trotzdem mit der Begründung EEG-Umlage die Strompreise für private Verbraucherinnen und Verbraucher anheben, ist das Abzocke. Wir erhalten bald 40% unseres Stroms aus klimafreundlicher Erzeugung. Kohlekraftwerke sind in jedem Fall teurer – erst recht, wenn man die immensen Folgekosten berücksichtigt. Die werden von Energiewende-Gegnern immer verschwiegen.

Opens external link in new windowWeitere Infos finden sich im Interview mit dem Deutschlandfunk.

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