11. August 2016

Bundestagsgutachten bestätigt: Klimakrise nimmt zu


Die Ausarbeitung „Extreme Wetter- und Naturereignisse in Deutschland in den vergangenen 20 Jahren“ im Auftrag der Grünen Bundestagsfraktion zeigt anhand statistischer Erhebungen, dass Überschwemmungen, Stürme und Hagel, aber auch Hitze und Dürre immer häufiger werden. So gab es einen Anstieg von ungefähr zehn Naturkatastrophen pro Jahr in Deutschland Anfang der 70er Jahre auf mehr als 30 in den letzten Jahren. Den größten Anteil haben Stürme, aber auch extreme Temperaturen, Trockenphasen und Hochwasser.

Ein Grund dafür: Es wird immer wärmer. Die Mitteltemperatur ist in Deutschland seit 1881 um etwa 1,4 Grad gestiegen. 2015 war weltweit das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Zahl der Tage, an denen es über 30 Grad Celsius heiß wird, steigt vor allem seit den 1980er Jahren. Zugleich nimmt die Zahl der Wintertage ab, an denen die Temperaturen nicht über Null Grad steigen. Vergangenes Jahr gab es mit 40,3 Grad einen neuen deutschen Temperaturrekord. Abgesehen vom Jahr 1996 waren alle Sommer der letzten zwanzig Jahre wärmer als im Referenzzeitraum 1961-1990. Damit ist für uns klar: Die Ausarbeitung des unabhängigen Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages zeigt, dass die Klimakrise in unseren Breiten angekommen ist. Der weitere ungebremste Ausstoß von Treibhausgasen wird diesen Trend weiter verstärken und uns alle teuer zu stehen kommen. Die Klimakrise ist real und bedroht uns auch in Deutschland. Nicht nur Existenzen von Anwohnern werden durch Hitze, Flut und Sturmtiefs zerstört, sondern es entstehen volkswirtschaftliche Kosten in Milliardenhöhe.

Doch statt der Klimakrise zu begegnen und verstärkt auf Erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu setzen, subventioniert die Bundesregierung die klimaschädlichste Form der Energieerzeugung – die Kohle – in Milliardenhöhe. Damit muss endlich Schluss sein, Klimaschutz muss wieder ernst genommen werden und Deutschland zum Vorreiter beim Klimaschutz werden.

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