27. April 2016

PV-Speicherförderprogramm wird durch komplizierte Förderbedingungen zum Rohrkrepierer


Mit dem Opens external link in new windowFörderprodukt Erneuerbare Energien – Speicher der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wird die Nutzung von stationären Batteriespeichersystemen in Verbindung mit Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) gefördert. Sie erzeugen damit umweltfreundlichen Strom aus Sonnenenergie, der zum Teil selbst genutzt und zum Teil ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Mit dieser Förderung wird die Markt- und Technologieentwicklung von Batteriespeichersystemen angereizt. Die geförderten Systeme tragen dazu bei, kleine bis mittelgroße Photovoltaik-Anlagen besser in das Stromnetz zu integrieren. Bereits die erste Projektphase des Programms war ein Riesenerfolg. Dennoch hatten sich CDU/CSU und SPD anfangs gegen eine Fortsetzung über 2015 für dieses erfolgreiche Programm ausgesprochen. Erst nach starkem öffentlichen Druck durch Anlagenbetreiber, Bürger*innen und Grünen wurde eine Fortsetzung beschlossen.

Die Förderbedingungen sind nun allerdings mehr als suboptimal. Vermehrt kommen nun aus der Solarwirtschaft Hinweise, dass zahlreiche Banken, das KfW-Programm 275 (Erneuerbare Energien „Speicher“) für ihre Kunden nicht abwickeln wollen, weil es wirtschaftlich nicht tragbar ist. Einige andere Banken haben sich zwar bereit erklärt die Anträge anzunehmen, verknüpfen dies jedoch mit einer Darlehenshöhe von mindestens 10.000 Euro. Da die meisten Speichersysteme aber mittlerweile günstiger als diese Summe zu haben sind, kommt auch in diesem Fall die Nachrüstung mit einem Speichersystem (für das das Programm ja ursprünglich auch und ganz explizit gedacht ist) nicht in Betracht.

Wir Grünen sind nun sowohl auf die KfW als auch auf die Bundesregierung zugegangen und hoffen auf eine schnelle Änderung der Bedingungen, damit stationäre Speichersysteme und die Förderung wieder auf die Spur gebracht werden. Alles andere würde der Energiewende insgesamt und den Speichern einen Bärendienst erweisen. Das wollen wir Grünen unbedingt verhindern.

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