5. April 2016

Tierquälerei bei Kaninchen – Bundesregierung schaut weg


In der Antwort Opens external link in new window‚Missstände bei der Kaninchenhaltung in Deutschland‘ auf unsere Grüne Anfrage gesteht die Bundesregierung offen ein, dass die Bundesregierung keinen Änderungsbedarf in der Tierschutz-Nutztierhaltungs-Verordnung in Hinblick auf die Größe des Käfigs für Mastkaninchen sieht. Das ist staatlich geduldete Tierquälerei. Zudem offenbart die Antwort der Bundesregierung, dass es eine industrielle Konzentration bei Mastkaninchen gibt. Allein 15 Prozent des verzehrten Kaninchenfleisches stammten aus 60 deutschen Großbetrieben und weitere 10 bis -20 Prozent stammen aus Importen und der Rest aus der Hobbyhaltung. Insgesamt werden pro Jahr ca. 5.000 Tonnen Kaninchenfleisch importiert. Die Importe stammen dabei vor allem aus Ungarn, Frankreich und China.

Obwohl Mastkaninchen gerade einmal eine Fläche von knapp über drei DIN A4-Seiten in ihren Käfigen haben, sieht die Bundesregierung keinen Änderungsbedarf. Es darf nicht sein, dass sich die Bundesregierung besseren Haltungsbedingungen bei Mastkaninchen verweigert. Tierschutzmister Schmidt ist in Wahrheit der Minister für Tierquälerei und Union und SPD tragen diese tierunwürdigen Bedingungen einfach so mit. Auch ist es absurd, dass allein in den letzten drei Jahren knapp 7.700 Tonnen Kaninchenfleisch aus China nach Deutschland importiert wurden. Nicht nur ist der Transport vom anderen Ende der Welt ist unnötig, sondern es stellen sich auch erhebliche Fragezeichen über die Haltungsbedingungen der Kaninchen im Ausland wie etwa in China.

Union und SPD müssen sich endlich für Tierschutz stark machen und sowohl die Haltungsbedingungen in Deutschland verbessern auch als den Import aus Ländern mit niedrigeren Tierschutzstandards eindämmen.

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