4. April 2016

Schottland beendet klimaschädliche Kohleverstromung


Am 24. März wurde Schottlands letztes noch laufendes Kohlekraftwerk vom Netz genommen. Das Kohlekraftwerk Longannet besaß eine Kapazität von 2400 Megawatt und stand auf Platz 21 der klimaschädlichsten Kraftwerke in Europa. Mit der Stilllegung des Kohlemeilers beendet Schottland die klimaschädliche Kohleverstromung und setzt seinen Fokus immer stärker auf die Erneuerbaren Energien. Schottland ist damit eines der ersten Länder, welche ganz auf die klimaschädliche Kohleverstromung verzichtet.

2015 deckte die Windenergie rechnerisch fast den kompletten Strombedarf aller schottischen Haushalte ab. Schottland gilt schon seit Jahren als das Zentrum der britischen Windenergie-Branche. Bis zum Jahr 2020 soll die gesamte Stromversorgung des Landes aus Erneuerbaren Quellen stammen.

Damit wird klar: Deutschland – einst Vorreiter der Energiewende – gerät immer stärker ins Hintertreffen und wird von Ländern wie Schottland überholt. Während der Rest der Welt auf Sonne und Wind setzt, legt die Bundesregierung den Rückwärtsgang ein und das ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, wo die Erneuerbaren billig geworden sind. Während andere Länder massiv in Erneuerbare Energien investieren, subventioniert die Bundesregierung mit Milliardensummen die Kohlekraftwerksbetreiber über die Kohlereserve. Mit der Umstellung auf Ausschreibungsmodelle im Rahmen der EEG-Novelle 2016 will Sigmar Gabriel sich als Abrissbirne der Energiewende endgültig ein Denkmal setzen.

Verwandte Artikel