2. April 2016

US-Dynastie Rockefeller: Ausstieg aus Fossilen, Einstieg in Erneuerbare


1863 baute John D. Rockefeller seine erste Raffinerie und Jahre später wurde er mit seinen Investitionen in die fossilen Energieträger zum reichsten Mann Amerikas. Über ein Jahrhundert wurde Geld mit den Einnahmen aus Öl, Kohle und Gas gemacht. Nun kündigte die Rockefeller-Stiftung an, ihre Firmenanteile an Exxon und anderen Öl- und Kohlekonzernen abzustoßen. Dies ist ein Paukenschlag: Der legendärste Öl-Clan der Welt sagt sich vom Öl los.

Doch der Grund ist einfach: Öl und Kohle sind Vergangenheit und schädigen das Klima. Für die Rockefellers macht es damit finanziell und ethisch wenig Sinn, weiter in diese Unternehmen zu investieren, während die globale Gemeinschaft die Abkehr von fossilen Brennstoffen vorantreibt.

Damit wird immer offensichtlicher: Große wie kleine Investoren verabschieden sich immer stärker von den fossilen Energieträgern. Die Erben von Rockefeller haben die Zeichen der Zeit erkannt. Geld für fossile Energien ist sowohl klimaschädlich als auch eine riskante Fehlinvestition. Die Divestment-Bewegung gewinnt damit weiter an Kraft. Auch in Europa entziehen immer mehr Versicherungen und Pensionsfonds mit Weitblick Öl, Gas und Kohle die finanzielle Basis und investieren lieber in Erneuerbare Energien. Die Bundesregierung kann dieses Thema nicht aussitzen. Sie muss sich endlich um die Pensionsfonds kümmern, die sie betreut und eine bessere Transparenz von Geldanlagen durchsetzen. Damit jeder Anleger erkennen kann, ob er zukunftsfähig anlegt oder sein Geld in den Sand setzt.

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