8. März 2016

Vor vielen Brücken musst Du stehen


Wie geht es unserem Verkehrsnetz?

Doch wie schlecht steht es wirklich um die Wege, die wir fast täglich nutzen? Nicht einmal die Bundesregierung scheint die Antwort zu kennen. Zumindest kann oder möchte sie den wahren Zustand nicht benennen. Laut Koalitionsvertrag hätte sie eigentlich schon längst einen Bericht über de Zustand der Verkehrswege abliefern sollen. Doch dieser wurde mal wieder Opens external link in new windowverschoben.

Fest steht: Insbesondere die Brücken an Autobahnen und Bundestraßen sind vielerorts marode, wie die Bundesregierung auf unsere Opens external link in new windowAnfragen zugeben musste.

Wir haben uns die Mühe gemacht und die besonders maroden Brücken herausgesucht und in einer Karte sichtbar gemacht. Endlich können alle einsehen, wie es um die Brücken auf den eigenen Wegen steht.

 Nur bedingt leistungsfähig

Ähnlich dem Notensystem aus der Schule erhalten die Brückenbauwerke von den Behörden Zustandsnoten. Brücken in Topzustand bekommen ein „sehr gut“ (1,0 – 1,4). Für die schlechtesten gibt es nur ein „ungenügend“. Sie müssten eigentlich umgehend erneuert werden.

Der Blick auf die Karte zeigt: Unsere Infrastruktur ist stark versetzungsgefährdet. Mit „sehr gut“ oder zumindest mit „gut“ wird jedoch nicht einmal 15% der bundesweiten Brückenfläche an Autobahnen und Bundestraßen bewertet. Bei fast der Hälfte der Fläche reicht es nicht einmal für ein „befriedigend“. Jeder siebte Quadratmeter müsste eigentlich umgehend saniert werden.

Gefahr im Kernnetz

Besonders besorgniserregend: Vor allem die Brücken an stark befahrenen Straßen, also an den wichtigsten und zentralen Achsen, bilden die Achillesferse unseres Straßennetzes. Mit weiteren Verkehrseinschränkungen ist zu rechnen, Staus und Wirtschaftseinbußen inklusive.

Am 16. März möchte Verkehrsminister Dobrindt nun endlich den Entwurf für den neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) vorlegen. Statt ständig neuer, teurer Spatenstiche wird es Zeit, sich auf die dringlichste Aufgabe zu konzentrieren: die Sicherung der Leistungsfähigkeit unseres bundesweit relevanten Verkehrsnetzes. Wäre die durchgesetzt, bräuchten wir irgendwann auch keine immer neuen Supersonderprogramme mehr.

Den richtigen Weg einschlagen

Doch schon jetzt spricht vieles dafür, dass Ankündigungsminister Dobrindt die Chance für einen Neustart einmal mehr verstreichen lässt.

Dann gilt es, die Opens external link in new windowBeteiligungsmöglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger bei der Bundesverkehrswegeplanung zu nutzen. Für eine Opens external link in new windowVerkehrspolitik, die Mensch und Umwelt entlastet.

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